KLANGGALERIE
Installation und Performance

Samstag, 23. November 2019, 19.00 Uhr, Fuggerschloss Weißenhorn

Georges-Emmanuel Schneider (Violine, Live-Elektronik)

Marianne Hollenstein (Installation, Performance)

Die Klanggalerie, ein Ort an dem Musik und bildende Kunst miteinander verschmelzen.

Die Musik entsteht im Zusammenwirken mit der Malerei, die wiederum auf die Musik reagiert, um erst entstehen zu können. In der Klanggalerie sind Musik und visuelle Kunst nicht mehr voneinander zu trennen und werden dadurch zu einer eigenständigen, neuartigen Kunstform. 

«Prozesse des Sehens und des Hörens durchdringen sich und beginnen sich zu

vermischen. Es ist eine zeichenhafte Malerei. Ich male spontan und lasse Zufälle

passieren. In einem unbewussten Vorgang verbindet die Kreativität den Ausdruck

der Malerei mit meiner Gedankenwelt. Ich gehe auf der Leinwand spazieren, wie

in einer Landschaft. Für mich ist Kunst gleichbedeutend wie das Denken.»

Marianne Hollenstein

In Kooperation mit der Reihe Moderne im Schloss, Neuffenschloss Weißenhorn

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BIOGRAFIEN

Marianne Hollenstein

Marianne Hollenstein ist in Basel geboren, schloss 1993 ihr Studium der Szenographie

in Frankreich ab. Danach war sie als freie Bühnen-und Kostümbildnerin in Bochum,

Dresden, Berlin, Potsdam, Basel und Zürich tätig.1999 erhielt sie den Förderpreis der Akademie der Künste in Berlin. Von 2000 bis 2004 leitete sie die Ausstattung am

Hans-Otto-Theater in Potsdam. 2006 eröffnete sie ihr Atelier in Ulm, um sich intensiver

mit der Bildenden Kunst auseinanderzusetzen. Ihre Arbeiten für Theater, Performance, Installationen und Ausstellungen führten sie in den letzten Jahren durch ganz Deutschland,

in die Ukraine, die Türkei, nach Griechenland und nach Afrika.

Georges-Emmanuel Schneider 

Georges-Emmanuel Schneiders Violinspiel steht sowohl für Spätromantik und Moderne

als auch für zeitgenössische Musik, Jazz, Improvisation und Elektronik. Acht Jahre

lang war er Student von Ruggiero Ricci an der Universität Mozarteum Salzburg. Als

Solist interessierte er sich früh für die Musik des 20. Jahrhunderts und brachte Werke

für Violine und Orchester wie Frank Martins «Polyptyque», Alban Bergs Kammerkonzert

oder Arvo Pärts «Fratres» zur Aufführung. Mit Classic Concert Records hat Georges-Emmanuel Schneider mehrere CD Einspielungen veröffentlicht, darunter die CD Solo Sonatas. Von der internationalen Presse vielfach gelobt, wurde diese Einspielung 2011 mit der «Clef» von Resmusica ausgezeichnet. Georges war bis 2014 mehrere Jahre hindurch ein

engagiertes Mitglied des österreichischen Ensembles für neue Musik (oenm). Georges

setzt sich intensiv mit elektronischer Musik auseinander und hat 2018 seine Kompetenzen

in diesem Bereich durch eine Max/MSP Zertifizierung am IRCAM in Paris vervollständigt.

Als Dozent ist er seit 2011 regelmäßig an Musikuniversitäten wie dem Shanghai

Conservatory of Music, dem China Conservatory Beijing, der Chinese Culture University Taipei und an der Musikuniversität Zagreb zu Gast. 2017 bis 2019 sind verschiedene Aufnahmen erschienen: das Klassik-Jazz Fusionsalbum Sound of a Poem mit der Sängerin Esther Kretzinger und dem Klassik-Label Gramola (Wien, auch als Vinylplatte erhältlich), Assassinous Act mit dem Kieler Musikproduzenten Morgen Wurde und dem Ambient-Label Time Released Sound (Oakland, Kalifornien) sowie die Free Jazz Alben Kontergesang und Rhizome mit Udo Schindler/Gunter Pretzel bei Creative Sources Recordings (Lissabon, Portugal). Konzerte führten Georges u.a. in die Tonhalle Zürich, Konzerthaus Berlin, Konzerthaus Wien, Cadogan Hall London, LSO St. Luke’s, Brucknerhaus Linz, KHS Hall Taipeh, Bâtiment des Forces Motrices Genève, National Concert Hall Dublin, Rudolfinum Prag, New York Metropolitan Museum, Kulturcasino Bern, Kultur- und Kongresszentrum Luzern, und zu

den Salzburger und Bregenzer Festspielen, Wien Modern, Ultraschall Festival Berlin, Salzburg

Biennale, Shanghai New Music Week, Traiettorie Festival Parma, Festival Melos Ethos Bratislava, Biennale Koper, Unerhört! (Bayerischer Rundfunk), Festival Dialoge der

internationalen Stiftung Mozarteum, Scelsi Festival Basel, Carinthischer Sommer, Sounds

of Jazz Salzburg und Salzburger Jazzherbst. 

Foto: Ruslan Synhaewsky

Foto: Markus Sepperer