ABOKONZERT 
AVI AVITAL & OMER KLEIN

Sonntag, 24. November 2019, 18.00 Uhr, Renaissance-Saal, Fuggerschloss Weißenhorn

Avi Avital (Mandoline)

Omer Klein (Klavier)

Johann Sebastian Bach (1685 –1750)

Partita Nr. 2 d-Moll, BWV 1004, Fassung für Mandoline solo

Omer Klein (*1982)

Jazzkompositionen und Improvisationen

sowie Beiträge der Musikschule Weißenhorn, Klasse Akira Sagawa

Cosmas Penschke (Cello)

Akira Sagawa (Klavier)      

Astor Piazzolla (1921-1992) Libertango 

Lenny Rehm (Klavier)    

Fly me to the Moon (Arr. von Jacob Koller)

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Foto: Zohar Ron

BIOGRAFIEN

Avi Avital 

Als erster Mandolinist, der für den Grammy Award nominiert wurde, ist Avi Avital einer der

führenden Botschafter seines Instruments. Durch seine Leidenschaft und seine «explosiv

charismatischen» Live-Auftritte (New York Times) ist er einer der treibenden Kräfte bei

der Neubelebung des Repertoires für die Mandoline. Mehr als 90 Werke sind für ihn geschrieben worden, davon 15 Konzerte. Auch seine Erschließung des Repertoires anderer

Instrumente auf der CD «Between Worlds» 2014 erweiterte das Spektrum der Mandoline.

Durch seine ansteckende Neugier und den innigen Austausch mit dem Publikum zählt

es zu seinen Verdiensten, der Mandoline den Weg auf die große Bühne geebnet zu haben.

Als exklusiver Künstler der Deutschen Grammophon hat er vier Aufnahmen für das Label

eingespielt und die nächste ist schon in Planung. Das zuletzt veröffentlichte Album «Avital

meets Avital» (2017) mit Oud-Spieler/Bassist, Omer Avital, erkundet ihr gemeinsames

kulturelles Erbe und bringt ihre unterschiedlichen klassischen und jazzigen musikalischen

Hintergründe in Dialog. Frühere Alben sind Originalkonzerte und Transkriptionen von 

Vivaldi (2015), seine eigenen Bach-Transkriptionen (2012) und die genreübergreifende

CD «Between Worlds» (2014), die die Grenzen der Kammermusik zwischen klassischer und

traditioneller Musik auslotet. Avi Avitals Auftritte elektrisieren das Publikum weltweit, so

im National Centre for the Performing Arts in Peking, der Wigmore und der Royal Albert Hall

in London, der Berliner und Pariser Philharmonie, der Tonhalle Zürich, dem Palau de la

Música Catalana Barcelona, dem Wiener Konzerthaus, der Carnegie Hall New York

und bei einer ARTE-Liveübertragung aus dem Palais de Versailles. Er tritt mit renommierten

Orchestern auf, wie dem BBC und dem Chicago Symphony Orchestra, dem Deutschen

Symphonie Orchester, dem Maggio Musicale Fiorentino, dem Tonhalle Orchester Zürich,

dem Israel Philharmonic, den Dresdener Philharmonikern, dem Tasmania und dem

St. Louis Symphony Orchestra und dem Orchestre Symphonique de Montréal. Dabei

entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Kent Nagano,

Osmo Vänskä, Ton Koopman und Giovanni Antonini. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals, u.a. in Aspen, Salzburg, Tanglewood, Spoleto, Ravenna, Cheltenham

und Verbier – unter anderem war er Portrait Künstler beim Schleswig-Holstein Musik

Festival 2017 mit über 20 Aufführungen von 10 verschiedenen Programmen. Künstlerische

Partnerschaften pflegt er u.a. zu Andreas Scholl, Juan Diego Flórez, Dawn Upshaw, Giora

Feidman, Ray Chen, David Greilsammer, Richard Galliano, Ksenija Sidorova, Itamar

Doari sowie dem Dover und dem Danish String Quartet. 2018 wurde ihm ein Zeitsinsel-Festival im Konzerthaus Dortmund gewidmet, wo er ein Wochenende mit Klassik, Jazz und

Improvisation, sowie ein gemeinsames Programm mit dem Venice Baroque Orchestra

und dem georgischen Handschattentheater «Budrugana Gagra» kuratierte. Höhepunkte

der Saison 2018/19 sind unter anderem Auftritte mit dem Yomiuri Nippon Symphony

Orchestra in Tokio, dem Norwegischen Rundfunkorchester, dem Tonhalle-Orchester

Zürich, der Monte Carlo Philharmonie, dem Residentie Orkest, mit dem Detroit, San Diego

und Seattle Symphony Orchestra, mit dem Los Angeles Chamber Orchestra, ein Auftritt

mit dem Orpheus Chamber Orchestra in der Carnegie Hall und eine Europatournee mit

The Knights. Avi Avital wurde in Be’er Sheva im Süden Israels geboren. Mit acht Jahren

lernte er das Mandolinenspiel und wurde in das aufstrebende Mandolin Youth Orchestra

seines charismatischen Lehrers und musikalischen Leiters Simcha Nathanson berufen. In

der Folge studierte er an der Jerusalem Music Academy und dem Conservatorio Cesare

Pollini in Padua, wo er mit Ugo Orlandi das Kernrepertoire für die Mandoline erarbeitete.

2007 gewann er als erster Mandolinist die Aviv Competition. Avi Avital spielt eine Mandoline

des israelischen Geigenbauers Arik Kerman.

Omer Klein

Der Pianist Omer Klein, 1982 in Netanja geboren, begann sein Jazzstudium als Teenager

und seine Konzertkarriere im Alter von 16 Jahren. Mit 23 Jahren zog er nach Boston, um

am New England Conservatory bei Danilo Perez zu studieren und bald weiter nach New

York, wo er Schüler von Fred Hersch und ein wichtiger Teil der Szene mit Auftritten im Blue

Note oder bei Jazz at Lincoln Center wurde. Omer Klein, mittlerweile Steinway-Künstler

und wohnhaft in Düsseldorf, gewann 2015 den Förderpreis des Landes NRW und wurde

für sein Trio-Album Fearless Friday für den ECHO Jazz nominiert. Der internationale Star

tourt als Solist und mit seinem Trio um die Welt. Alljährlich unterrichtet er einen Kurs

am Jerusalem Music Center, im Rahmen eines vom Pianisten Murray Perahia initiierten

Programms. «Ich bin begeistert von der Geschichte des Klaviers und der Musik im

Allgemeinen», erklärt Omer Klein. «Diesen Reichtum dadurch zu erleben, dass ich die

Werke der großen Meister spiele, ermöglicht es mir, immer neue Wege zu finden, meine

eigenen Ideen auszudrücken.»

Foto: Peter Hönnemann