ABSCHLUSSKONZERT
VENEZIA TRIUMPHANS

Donnerstag, 26. Dezember 2019, 19.00 Uhr, Historisches Stadttheater Weißenhorn

Dmitry Sinkovsky (Countertenor, Violine)

Olga Watts (Cembalo)

Francesco Rognoni (1570 – 1626)

Vestiva i colli für Violine und Cembalo

Aus Giovanni Pierluigi da Palestrina’s Madrigal

Giovanni Battista Fontana (1571 – 1630)

Sonata seconda für Violine und Cembalo

Johann Jacob Froberger (1616 – 1667)

Toccata in sol da sonarsi alla levatione für Cembalo

Suite XXVIII in a-Moll

Allemande – Gigue – Courante – Sarabande

Johann Heinrich Schmelzer (1623 – 1680)

Sonata quarta in D-Dur

Aus Sonatae Unarum Fidium für Violine und Cembalo

Claudio Monteverdi (1567 – 1643)

Si dolce è´l tormento madrigale in stile recitativo für Stimme und Basso continuo

Antonio Vivaldi (1685 – 1741)

Sonate in d-Moll für Violine und Cembalo

Largo – Allegro – Adagio – Allegro

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)

Passacaglia aus der Suite in g-Moll HWV 432 für Cembalo

Nel dolce tempo, Kantate für Stimme und Basso continuo

Giovanni Verocai (1700 – 1745)

Sonate in d-Moll für Violine und Cembalo

Andante – Allegro – Adagio – Menuetto non Presto

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Foto: Marco Borggreve

Foto: Ludmila Lau

BIOGRAFIEN

Dmitry Sinkovsky

Der in Moskau geborene Dmitry Sinkovsky besuchte das dortige Tschaikowsky-Konservatorium, wo er von 2001 bis 2005 bei Professor Alexander Kirov studierte.

Während seiner Ausbildung unternahm er nicht nur Europatourneen, sondern nahm auch

Unterricht in Barockvioline bei Maria Leonhardt, der Pionierin der Alten Musik. Nach

seinem Abschluss erhielt Dmitry Sinkovsky regelmäßige Einladungen, bei denen er von

der Violine aus dirigierte und als Solist mit Orchestern und Ensembles wie Il Pomo d`Oro,

Il Complesso barocco, Concerto Köln, dem Helsinki Baroque Orchestra, La Claudiana,

Harmonia atenea, Musica Petropolitana, Pratum Integrum, den Barocksolisten München,

dem Collegium Marianum, Bizzarie Armoniche, Le Concert Lorrein, Cordia, Musica

Antiqua Roma, Capriola Di Gioia und The Harmony of Nations auftrat. Dmitry Sinkovsky

gewann zahlreiche internationale Wettbewerbe und erhielt beispielsweise den ersten Preis

beim Telemann-Wettbewerb in Magdeburg 2011, den ersten Preis, den Publikumspreis

und den Medienpreis bei Musica Antiqua Brugge 2008 in Belgien, den Romanus-Weichlein-

Preis beim österreichischen H.I.F von Biber-Wettbewerb 2009 und den Preis für die beste Aufführung von Bibers Mysteriensonaten. Zudem errang er 2005 in Rovereto den zweiten Preis beim Premio Bonporti und den dritten Preis 2006 beim Bach-Wettbewerb Leipzig. Im September wurde Dmitry Sinkovsky von der niederländischen Stiftung Jumpstart Jr. eingeladen, vor einer internationalen Jury im Amsterdam Concertgebouw zu spielen. Daraufhin stellte man ihm für mehrere Jahre eine Violine von Francesco Ruggeri zur Verfügung, die 1675 in Cremona gebaut wurde. Als begabter Countertenor hat Dmitry

Sinkovsky zudem bei Michael Chance in Den Haag, Marie Daveluy in Montreal und Jana

Ivanilova in Moskau Gesang studiert und tritt regelmäßig als Solist auf. Nach Abschluss

seines Studiums belegte er außerdem einen Kammermusikkurs bei Professor Alexei

Lubimov am Moskauer Konservatorium. 2011 gründete er eine neue Gruppe namens

La Voce strumentale, mit der er als Dirigent und Sänger auftritt, und hat als Mitglied von

Il Giardino armonico auch einige Konzerte mit Cecilia Bartoli gegeben. 2012 erscheinen

zwei Einspielungen von Dmitry Sinkovsky: die Rosenkranzsonaten von H.I.F von Biber (Caro

Mitis) und Vivaldis Violinkonzert «per Pisendel» mit dem Orchester Il Pomo d`Oro (Naive).

Olga Watts

Die gebürtige Moskauerin schloss ihr Klavier und Musikwissenschaftliches Studium mit

19 Jahren an der Musikfachschule des Konservatoriums ihrer Heimatstadt ab und

studierte später an der Hochschule für Musik in München Cembalo, Hammerklavier und

Generalbass bei Prof. Lars Ulrik Mortensen. 1998 schloss sie ihr Diplom mit Auszeichnung

ab, 2003 erhielt sie das Meisterklassendiplom. Meisterkurse bei Menno van Delft und

Bob van Asperen und die Zusammenarbeit mit Reinhard Goebel, Franz Brüggen, Thomas

Hengelbrock, Konrad Junghänel, Giovanni Antonini, Alessandro de Marchi, Sergio Azzolini,

Andreas Scholl, Maurice Steger, Dorothee Oberlinger, Hille Perl, Vittorio Ghielmi und

Albrecht Mayer gaben ihr weitere wichtige Anregungen. 1997 wurde sie mit dem Ersten

Preis als Nachwuchskünstlerin im Bereich historische Aufführungspraxis in Bayern

ausgezeichnet; bei den Wettbewerben für historische Instrumente «Premio Bonporti»

in Rovereto, Italien, und dem Johann-Heinrich-Schmelzer-Wettbewerb in Stift Melk,

Österreich, erhielt sie zwei 2. Preise mit ihrem Ensemble «Lyriarte». Seither konzertiert sie

als gefeierte Solistin und Kammermusikerin in allen Ländern Europas, in Australien, China,

Hongkong , Singapur, Südafrika und Südkorea. Sie trat als Solistin und Kammermusik-partnerin u.a. beim Rheingau Musikfestival, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Styriarte,

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Resonanzen Wien, MAfestival Brügge, Edinburgh

International Festival, Luzerner Festival, Dresdner Musikfestspielen, Ansbacher

Bachwochen, den Festivals Herrenchiemsee und Bad Arolsen, Berliner Tagen der Alten

Musik, Tage Alter Musik in Herne, Bachwochen Thüringen, Internationale Orgelwoche Nürnberg, Festival Mitte Europa, Beijing Music Festival und Hong Kong Art Festival auf. Olga

Watts ist eine gefragte Spezialistin auf dem Gebiet des Generalbasses; als Cembalobegleiterin

trat sie bei dem Internationalen Bach-Wettbewerb in Leipzig und mehrfach beim ARD-Wettbewerb in München auf. Ihr Können stellte sie in mehreren CD-Produktionen

und Rundfunkaufnahmen unter Beweis. 12 Jahre lang war Olga Watts als Lehrbeauftragte

für Korrepetition Historischer Aufführungspraxis an der Hochschule für Musik und

Theater München tätig, seit 2010 leitet sie die Solo-Korrepetitionsklasse an der Universität

Mozarteum in Salzburg.